2018 Bericht

Wanderung der 13m/61 im Jahr 2018

Wandern und Kultur

 –--- Wandergruppe der ruhmreichen 13m/61 --- vom 28. Mai bis zum 1. Juni 2018

Wörlitz und Dessau in Sachsen/Anhalt

Teilnehmer:

Wolfgang Brück, Ludwig von Hamm, Ulrich Kohlstädt, Ken-Peter Paulin, Helmut Rager, Klaus Schwinge mit Heide, Dieter Seydler mit Margret Heimbach

Zuerst eine stichwortartige „seriöse“ Darstellung unseres Treffens:

・Vier Übernachtungen im Ringhotel „Zum Stein“ Wörlitz.

・Wörlitzer Park:
Geführte Wande­rung mit Besichtigung des Wörlitzer Parks mit Schloß, Grotte der Egeria, „Wörlitzer Vesuv“ auf der Insel Stein, Floratempel, Felseninsel Stein, eiserne Brücken, Venustempel

・Dessau --- Bauhaus, Bauhausgebäude, Bauhaus- Museum, Meisterhäuser, Kornhaus

・Elbwanderung

Jetzt - wie schon angedroht - „unseriös“ locker ironisch, meine bescheidenen Betrachtungen:

Nun, überraschend war das schon, daß Ken und Helmut als im großen und ganzen bemühte Organisatoren uns hierher verplant und eingeladen hat­ten. Der Wörlitzer Park als UNESCO-Kulturerbe erfreut sich eines gewissen Rufs, na ja. Einen Ruf kann er haben, er muß ihm aber auch gerecht werden. Tat er das?

Dieser angeblich so rühmenswerte Park mit seinen langen Wegen wäre ein Idyll für Marathonläufer. In glühender Sonne schleppten wir uns über busch- und baumbestandene Wege und setzten mit Fähren über die verschlungene Wasserlandschaft. Hoch ist hier unsere Führerin Ines Gerds zu preisen. Diese kundige Dame konnte doch tatsächlich das, was sie uns erzählte, ungeheuer dicht und fließend ohne zu stocken präsentieren.

Ja, Fürst Franz, der fuhr erst einmal in der Weltgeschichte herum, aber dann regierte er auch. Seine Rei­seerlebnisse setzte er in Bauten und Brücken und Gartenkultur um. Ach, der Franzl, das war schon ein Schlawiner. Eine Hochadlige ge­hei-ratet, die wahrscheinlich sehr appe­titliche junge Gärtnerstochter Luise geschwängert, daraufhin von Ihrer Hoheit von Tisch und Bett verbannt, hat er sich liebreizenden Damen ge­widmet. Nun ja, der Herr scheint mit seiner Lendenkraft nicht gegeizt zu haben.

Klar, Bauhaus Dessau ist ein Marken­zeichen moderner Architektur. Lei­der versperrten irgend-welche Film- oder Fernsehfritzen mit ihren Uten­silien die freie Sicht. Aber erkenn­bar war Kubo, ,…äh … nein, waren die Kuben, die dem System zugrunde liegen. Das Stadtbild Dessaus konnte uns nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen.

Richtiges Wandern war dann aber auch angesagt: Wanderung zur Elbe, viel Grün, über den Elbdeich, entlang der Elbe in hohem Gras, Übersetzen mit einer Gierfähre. Trotz Niedrigwassers fühlte sich keiner veranlaßt, die Furt zu Fuß zu bezwingen. Trin­ken mitgebrachten Weines (unter an­derem der „Verdener Säuerling“ (Nostalgia) und dann Essen am Fähr­haus.

Was glaube ich bemerkt zu haben? --- Ihr seid noch ganz gut in Form, wenn auch der Zahn der Zeit schon nagt, aber hoffentlich noch nicht zubeißt. Die Haare schwinden auf den Häuptern, unter der Brust wölbt sich eine mehr oder weniger dezent Kugel. Ja, ja, ich will essen, was mir schmeckt, nicht wahr?

Wenige von uns trieb es in das vom Hotel vollmundig angepriesenen Well­ness-Gedöns . Lag es vielleicht daran, daß der Pool mit dicken Gästen ver­stopft war?

Das Smartphonegewürge vergange­ner Zeiten ist etwas abgeebbt. Eini­ge Kameraden vermieden brav einen geziemenden Alkoholgehalt bei den etwas frommen Getränken ihrer Wahl, warum auch immer.

Für Beredsamkeit (ohne auf die Qua­lität näher einzugehen) hätte Ken eine Medaille verdient gehabt. Hel­mut, Klaus, Lutz, Uli und Wolfgang konnten durchaus eine verhaltene Seriosität ausstrahlen. Besonders muß unsere (früher nicht zugelasse­ne) Damenbegleitung erwähnt wer­den. Heide und Margret waren bei uns wohlgelitten und ließen klaglos das Geschwätz der ruhmreichen DOG-Rentner über sich ergehen.

Mein Resümee:

Ein recht geruhsames Treffen des harten Kerns unserer Klasse. Ein Dank den Organisatoren.

Im nächsten Jahr wird freiwillig Lutz eine Wanderung planen und organi­sieren.


Bis dahin dann! --- Haltet das Pulver trocken!

-- Dieter Seydler -- im Juni 2018 — 

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© Ulrich Kohlstädt 2019